Weihnachtsstern – Der Star in der Weihnachtszeit

Weihnachtsstern – Der Star in der Weihnachtszeit


Wenn der Weihnachtsstern in den Geschäften blüht, dann ist Weihnachten nah. Die Poinsettien gehören zu den populärsten Weihnachtssymbolen und sind am 12. Dezember, den amerikanischen Poinsettia Day, ein traditionelles Geschenk. In den USA gehören sie neben Orchideen zu den beliebtesten Topfpflanzen.

Name: Weihnachtsstern
Botanischer Name: Euphorbia pulcherrima
Weitere Namen: Adventsstern, Christstern, Poinsettie, Krone der Anden
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Ursprungsland: Mexiko
Blütenfarbe: rot, weiß, rosa
Merkmale: sternförmige, rote Hochblätter (Brakteen), kleine grün-gelbe, rote Blütenköpfe in der Mitte
Symbolik: Freude, Liebe, Hoffnung, Reinheit, Mutterschaft
Blumensprache: Die Erfüllung unserer Liebe ist das große Fest unseres Lebens
Geburtsblume für den Monat: Dezember

A Christmas Star is born

Die Weihnachtssternheimat ist Mittelamerika. Genauer: Mexiko und Guatemala. Die Spuren der Poinsettie lassen sich bis zu den Azteken zurückverfolgen. Hier hatte sie jedoch nur wenig mit Weihnachten oder ihren früheren Botanikernamen Poinsettia gemein: Ihr aztekischer Name lautet cuetlaxochitl (dt. Blume mit Lederblättern oder Blume, die welkt). Sie diente als Tempelschmuck, Heilpflanze und Färbemittel für Kleidung und Kriegsbemalung. Die cuetlaxochitl galt auch als Lieblingsblume des letzten Aztekenherrschers Moctezuma II.

Erst 1804 reiste der Weihnachtsstern erstmalig mit dem Naturforscher Alexander Humboldt nach Europa. In Berlin katalogisierte man ihn und 1833 verlieh der Botaniker Carl Ludwig Wildenow ihm dem Namen Euphorbia pulcherrima (die schönste der Euphorbien). Noch immer hatte die Pflanze nicht viel mit Weihnachten zu tun.
Zwischenzeitlich verzauberte die cuetlaxochitl / Euphorbia auch den US-Botschafter Joel Poinsett: Er nahm sie in seine Heimat Greenville in South Carolina mit und schickte sie von dort an all seine lieben Freunde und Familie und an die botanischen Gärten. 1836 gedachte der Historiker und Gärtner William Prescott dann des US-Botschafters, indem er der Euphorbia den Namen Poinsettia verlieh.

Um 1919 herum gelang es der deutschen Auswandererfamilie Ecke schließlich die Poinsettie erfolgreich als Weihnachtssymbol mit dem Namen Christmas Star zu propagieren. Endlich kam die Euphorbia zu ihrer weihnachtlichen Verbindung. Inspiriert wurden sie hierbei von den mexikanischen Nachbarn. Übrigens gilt die Paul Ecke Ranch bis heute als der weltgrößte Weihnachssternzüchter.

Die Bedeutung von Weihnachten

Dank einer alten mexikanischen Legende vertieft sich die weihnachtliche Bedeutung noch mehr: Ein armes Mädchen wollte am Weihnachtstag dem kleinen Jesuskind ein Geschenk darbringen. Aber sie hatte nicht viel. Sie kniete sich hin, pflückte einige grüne Gräser. Unkraut. Daraus band sie einen grünen Strauß. Als sie ihn in die Krippe legte, blühten das grüne Unkraut plötzlich rot. Wie das Blut Christi. Die Menschen glaubten an ein Wunder. Daraufhin erhielt sie den Namen Flor de la Noche Buena (dt. Blume des Heiligen Abends).
Doch erinnern auch die Brakteenblätter an den Weihnachtsstern, den biblischen Stern, der die Hirten und die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland zu dem Kind in der Krippe führte.

Poinsettia Day am 12. Dezember

In den USA hat die Poinsettie am 12. Dezember ihren eigenen Feiertag. Warum ausgerechnet dieses Datum? Ganz einfach: Am 12. Dezember 1851 starb Joel Poinsett, der Namensgeber der Pflanze. Der US-Kongress ehrte ihn und seine Liebe zum Weihnachtsstern, indem sie schon ein Jahr später den 12. Dezember zum Poinsettia Day ausrief. Auch hierzulande gewinnt der Tag mehr und mehr an Popularität. Ob als Liebegruß, als Dankeschön oder im Zeichen der Freundschaft verschenken Menschen den Pflanzenstern an ihre Lieben. Und dank der vielen verschiedenen Farben, ob unifarbig oder marmoriert, mit Glitzer oder ohne, ist auch für (fast) jeden Geschmack etwas dabei.

In Mexiko feiert man am 12. Dezember nicht unbedingt den Botschafter Poinsett und den Weihnachtsstern, aber die Heilige Jungfrau von Guadalupe (spanisch: Día de la Virgen de Guadaloupe). Seit dem 17. Jahrhundert spielt die Poinsettie bei den Feierlichkeiten als Zierpflanze eine große Rolle.

Der Weihnachtsstern – ein Todesstern?

Der Weihnachsstern ist mehr als nur ein Weihnachtssymbol. In der Aztekenkultur symbolisierte die Pflanze Reinheit. Sie diente im alten Mexiko auch als Heilpflanze. Ihren Saft nahm man gegen Fieber ein und um die Milchproduktion stillender Mütter anzuregen. Weihnachssternnektar erweckte der Legende auch gefallene Krieger wieder neu zum Leben.
Heute gilt die Weihnachtssternmilch weithin als giftig. Tatsächlich kann sie allergische Reaktionen hervorrufen und auch kleine, gefräßige Katzenschnäuzchen sollten der Poinsettie lieber fernbleiben. Wirklich tödlich giftig ist sie für den Menschen aber nicht: Studien haben gezeigt, dass ein Kind mehr als 500 Weihnachtssternblätter essen müsste, um ernsthafte Schäden davonzutragen. Dennoch ist ein Verzehr nicht empfehlenswert und behält einen bitteren Beigeschmack. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Weihnachsstern und die Liebe

Die Poinsettie feiert in Deutschland ihre Hochsaison traditionell nur um Weihnachten herum. In Frankreich jedoch erblüht sie einmal als Rose de noël in der üblichen Weihnachtszeit und einmal als Geschenk zum Muttertag als étoile d’amour (dt. Liebesstern). An eine Verbindung zur Liebe glaubte auch der letzte Aztekenherrscher und Weihnachtssternliebhaber Moctezuma II: So soll die tiefrote Farbe der Brakteenblätter aus den Blutstropfen des gebrochenen Herzens einer unglücklich verliebten Aztekengöttin herrühren.

So viel Liebe und Weihanchten machen den Weihnachtsstern auch zu der perfekten Geburtsblume für alle Dezembergeborene und Weihnachtskinder.

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