Die Blume für den Mann

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Die Blume für den Mann

Blumen und Männer. Sie werden eher selten miteinander in Verbindung gebracht. Blumen sind doch eher Frauensache. Und Männer haben mit Blumen nichts am Hut. Von wegen!

Mann und Blume in der Geschichte

Die Geschichte zwischen Mann und Blume ist noch sehr jung und zart. Könnte man meinen. Denn Blumen wachsen nur langsam in das Männerherz hinein: Obwohl verschiedene Modedesigner sich bemühen, Blumen in Form von Drucken auf Hemd, Hose und Mantel an den Mann zu bringen, bleibt die ganz große Liebe dennoch aus. Außer bei Hawaiihemden mit Hibiskusdruck. Dabei gehörten doch gerade Männer in der Vergangenheit zu den Blumenpionieren.

Denn es waren Männer, die Blumen aus aller Welt sammelten, kultivierten, klassifizierten oder sich Namen für sie erdachten. Da wären zum Beispiel der französische Magnolien-Wiederentdecker Charles Plumier, der Botaniker Carolus Clusius, der unter anderem Tulpe und Narzisse kultivierte, der Pflanzenjäger Sir Joseph Banks, der die Hortensie und die Pfingstrose aus Asien nach Europa brachte, oder der Weihnachtssternliebhaber Joel Poinsett. Auch der berühmte Alexander von Humboldt und der als Dichter unsterblich gewordene Adelbert von Chamisso gehörten zu den Pflanzenjägern: Ersterer brachte uns die Dahlie und letzter den Kalifornischen Mohn. Zugegeben geschah vieles davon aus den männlichen Bestrebungen wie Ehre und Ruhm, sowie ein gewisser Forscherdrang. Aber eine gute Portion Blumenliebe muss wohl auch dazu gehört haben, oder?

Helden und Blumen

Neben all den botanischen Koryphäen, beschenkte man aber auch die siegreichen, maskulinen Gladiatoren in den Kampfarenen mit einem Gladiolenregen. Sie galt als Blume für echte Helden. Bei den Römer war aber auch die Calla ein gern gesehener Gast auf den Festen: Ihre Becherform erinnerte die Männer unermüdlich an das Zuprosten. Auf Siege, sich selbst, für Glück oder einfach nur um der Freude willen.
In Japan blieb die Tradition des Ikebana lange Zeit ausschließlich Männern vorbehalten. Nicht nur buddhistische Mönche praktizierten das meditative Blumenstecken, sondern auch die tapferen Samurai.
Mit einem Vergissmeinnicht oder einer anderen Blume verabschiedete das daheimgebliebene Mädchen oder die Frau ihren in den Krieg ziehenden Soldaten.
Und auch die berühmte Nelke im Knopfloch bzw. als so genannte Boutonnière ist noch ein vertrautes Bild: Zu den berühmtesten Trägern gehörten die Schauspieler Fred Astaire und Clarke Gable, sowie Prinz Bernhard der Niederlande und der amerikanische Präsident William McKinley. Zu seinen Ehren rief man sogar den Tag der Nelken (National Carnation Day) in den USA ins Leben.

Gute Laune für den Mann

Auf der Suche nach der passenden Blume für den Mann sind viele schnell am Ende ihres Blumenlateins. Welche Botschaft, welche Farbe sollen gewählt werden? Welche Blume beschreibt männliche Eigenschaften am besten?
Am besten jedoch kommt immer gute Laune an. Egal, bei welchem Geschlecht. Die am meisten Fröhlichkeit versprühenden Blumen sind wohl die Gerbera und die Sonnenblume. Besonders die Gerbera erblüht in fast allen Regenbogenfarben. Also ist für jeden Farbgeschmack etwas dabei. Oder man mischt sie zu einem fröhlichen Regenbogen zusammen. Die Sonnenblume dagegen strahlt nicht nur Wärme und Fröhlichkeit aus, mit ihr wird auch Kraft, Bewunderung und Langlebigkeit verschenkt.
Gerbera brauchen auch nicht viel Wasser oder Aufmerksamkeit und halten dennoch lange durch. Sie sind also perfekt für den Mann.

Klassiker oder Exoten?

Natürlich kommen bei Männern auch klassische Blumen gut an. Kaum einer sagt Nein zu der Rosenkönigin. Vor allem die Farbe macht bei ihr bekanntlich die Botschaft. Rot überbringt bedingungslose Liebe, Rosa eine beginnende, noch sehr zarte Liebe, aber auch Dankbarkeit und Respekt. Weiß steht für Unschuld und einen Neuanfang, orangene Rosen lobpreisen Geborgenheit und Wärme in der Beziehung und sie damit ein schönes Geschenk für den Partner. Geheimnisvoll wird es mit der Rosenfarbe Schwarz: Sie symbolisieren Mystik und auch Abenteuerlust, können aber auch als eine Hassbotschaft und Tod verstanden werden.
Eine andere Symbolik sagt jedoch ein weiterer, für den Mann geeigneter Blumenklassiker, die Tulpe, aus: In Schwarz stehen für Leidenschaft, verborgene Senhsüchte und Erotik. Lebensfreude, Glück und gute Laune versprühen dagegen gelbe Tulpen.

Exotenblumen aus Afrika und den Tropen eignen sich ebenfalls gut als Männerblume. Sie sind oftmals extravagant, aber trotzdem nicht pompös. Die Paradiesvogelblume Strelitzie besteht aus einer unübersehbaren, exotischen, aber nicht aufdringlichen Blüte. Sie verspricht dem Beschenkten Einzigartigkeit, gilt aber auch als Blume der Freiheit und symbolisiert eine positive Lebenseinstellung.
Ihre Doppelgängerin Helikonie, die auch Falsche Paradiesvogelblume oder Hummerschere genannt wird, steht dagegen für ewiges Jungsein. Die Exotin Anthurie alias Flamingoblume verfügt über ein farbiges Hochblatt als Eyecatcher. Vor allem selbstbewusste Menschen erhalten sie als Geschenk. in ihrer Symbolik sagt sie nämlich Stärke und Eleganz aus, aber auch Eigensinnigkeit und Dominanz. Was will man(n) mehr?

Grüne Geschenke

Blumen sind Kitsch. Wer daran glaubt, sollte sich dann lieber für etwas Grünes für den Mann entscheiden. Eine Bambuspflanze passt sich jeder Räumlichkeit an und gehört auch zu den chinesischen Vier Herren unter den Blumen. Er symbolisiert Stärke, Ausdauer und ein langes Leben. Also alles, was man einem Mann nur wünschen kann.
Vielleicht braucht man(n) aber auch einen Glücksbringer: Der Zwergpfeffer verspricht „Alles wird gut!“, säubert Räume von negativen Energieströmen und hat zudem noch ein vielfältiges Blätterkleid. Ob wellig oder bohnenförmig, er macht überall eine gute Figur. Auch ein Bonsai bringt dem Beschenkten Glück. Sprichwörtlich verbindet man Mann und Baum übrigens auch ganz gerne: ein Mann wie ein Baum und die Volksweisheit Ein Mann soll in seinem Leben ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und einen Sohn zeugen zeigen wie verbunden sich Mann und Baum sind.

Ein grüner Geschenkeklassiker sind auch Sukkulenten. Sie schaffen eine stressfreie Umgebung und sind ein natürlicher, dekorativer Feind leerer Plätze. Sie fügen sich auch hervorragend in den vornehmlich maskulin geprägten Wohnstil Industrial Style ein.
Als robustes Männerpflanzengeschenk eignet sich auch das Fensterblatt bzw. die Monstera. Laut der Feng Shui Lehre strahlt sie Ruhe und Harmonie aus und hilft Ängste zu überwinden. In ihrer Symbolik vertritt sie jedoch Reichtum und Überfluss, macht aber gleichzeitig einen bedrohlichen, unbezähmbaren Eindruck.

Die passende Blumenfarbe für den Mann

Verschiedene Farben beinhalten verschiedene Botschaften. Das gilt vor allem bei Blumen. Die Blumensprache verrät uns die allgemeine Bedeutung der Farbe für Blumen. Die Farbe Blau verspricht hauptsächlich Treue, Hoffnung und Freiheit. Rot steht wohlbekanntlich für Liebe und Leidenschaft, aber auch für Entschlossenheit und Tatkraft. Vor dem Ersten Weltkrieg galt Rosa als besonders männlich, da die Farbe als kleines Rot galt und auch seine Eigenschaften mitsymbolisierte. Mit dem Gesinnungswandel sie sei doch eher eine Mädchenfarbe steht sie heutzutage aber eher für die aufkeimende Liebe, Sehnsucht, Zärtlichkeit und Romantik. Gelb hingegen ist eine zweideutige Farbe, die vorsichtig verschenkt werden muss: Sie gibt Lebensfreude, Glück und Lebensfreude, sagt aber auch Neid und Eifersucht aus.

Ein Blumenstrauß für den Mann sollte neben der Farbwahl auch einfach gebunden sein. Übetriebene Schleifen, Herzstecker, Federn und Perlen wirken oftmals überladen. Zu verspielt. Zumindest für einen Mann.
Falls doch noch Zweifel an der Entscheidung für einen Blumen als alleiniges Geschenk für den Mann bestehen, können dem Strauß auch noch männliche Souvenirs wie ein Sixpack Bier, eine Whiskeyflasche oder die klassische Pralinenschachtel beigefügt werden. Sicherheitshalber. Aber mal ganz ehrlich: Wer wird beim Anblick einer Blume nicht schwach?

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