Delikatesse Blume

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Delikatesse Blume

Blumen erfreuen uns vor allem mit ihren schönen, pompösen, lustigen oder farbenfrohen Blüten. Sie duften angenehm, süß, fruchtig und manchmal sogar nach Schokolade. Aber manche Blüten schmecken auch und sind eine besondere Zutat für Speisen und Salate. Aber Vorsicht: Nicht alle Blumen sind essbar.

Blumen in der Küche gab’s schon immer

Die Verwendung von Blüten als Heilmittel und Tee ist seit Jahrhunderten weltweit bekannt. Kochen und Backen mit Blüten Magnolien und Kornblumen mutet jedoch ein wenig exotisch an. Dabei nutzten schon die Großmütter die Ringelblumenblüten um Suppen und Butter schön gelb einzufärben. Auch die strahlenden Butterblumenblüten nutzte man um die blasse Winterbutter in ein schönes, appetitliches Gold zu verwandeln. Auch die Römer verzierten ihre Speisen mit Rosenblüten, Nelken und Veilchen. Im 16. Jahrhundert fanden Pralinen mit Blütencremefüllungen in adligen Kreisen besonderen Anklang.

! Bitte Vorsicht walten lassen!

Hinweis: Bitte verwenden Sie nur Blüten und Pflanzen, die speziell für den Verzehr angebaut wurden. Versichern Sie sich vorher außerdem zu 100%, ob die Blüten tatsächlich ungiftig und essbar sind und nicht mit Chemikalien behandelt wurden. Blumen aus dem Discounter, Gartencenter oder auch aus dem Blumenladen sind deshalb meistens nicht für den Verzehr geeignet.
Bei manchen Blüten besteht Verwechlungsgefahr: Zum Beispiel kann das unkundige Auge leicht den tödlichen Attich, auch noch Zwergholunder genannt, für Holunder halten. Seien Sie also ganz sicher, dass Sie auch die richtige haben. Bei Zweifeln oder Unsicherheit wenden Sie sich bitte an einen botanischen Spezialisten. Auch unsere Kunstblumen eignen sich nicht zum Verzehr.

Essbare Blumen

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Essbarkeit und Ungiftigkeit der Blumen nicht gleichzeitig bedeutet, dass die Blumen auch für Tiere ungefährlich sind.

BlumeGeschmackVerwendungHinweis / Warnung
Apfelblütefruchtig, blumig, süßlich
  • zum Kandieren
  • Verarbeitung zu Marmelade oder Sirup
  • Borretschblütesüßlich
  • kandiert zum Dekorieren von Torten und Süßspeisen
  • man kann sie gut zu dekorativen Eiswürfeln gefrieren
  • als Salatbeilage
  • im Iran gießt man aus den getrockneten Blüten einen Tee auf, der die Nerven beruhigt und wirkt heilsam bei Erkältungen
  • Hinweis: Der Verzehr von Borretschblüten ist unbedenklich. Allerdings wird davon abgeraten, die Pflanze regelmäßig zu genießen.
    Chrysantheme
    süß und bitter
  • populäre Verwendung als Tee und Salat
  • auch Schokolade und Bier erobert die Chrysantheme mittlerweile
  • vor allem beliebt ist die Chrysantheme in Japan: Dort würzt man den Reiswein mit ihr und backt Chrysanthemenküchlein
  • Vorsicht: Einige Chryanthemenarten sind giftig. Vor allem die Tanacetum-Chrysanthemen. Bitte erkundigen Sie sich vorher.
    Dahlie
    je nach Sorte unterschiedlich: von süßlich bis bitter über gemüsig
  • Verwendung der Blüten als Salatzusatz, in Gelee und Likör
  • die Knolle nutzen schon die Azteken als Kartoffeln
  • Distel
  • Krause Distel Geschmack: Blätter schmecken wie Blumenkohl
  • Kratzdistel Blütengeschmack: süßlich
  • die Blätter der Krausen Distel eignen sich als Salatzusatz
  • aus den Blüten der Kratzdistel kann man prima Gelee zubereiten
  • die Blätter der Kratzdistel hingegen bereitet man wie Salat oder Spinat zu
  • Vorsicht: Einige Distelarten sind giftig. Bitte machen Sie sich vor der Verwendung über die Essbarkeit kundig.
    Eisbegoniesäuerlich, zitronig, frisch
  • passt perfekt zu Süßspeisen, Bowlen und Fruchtdesserts
  • Flieder
    bitter
  • Flieder kann man zu Gelee oder Sirup verarbeiten
  • Vorsicht: Flieder ist in allen Teilen geringfügig giftig und kann bei übermäßigen Verzehr zu Vergiftungserscheinungen wie Überlkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Bitte vermeiden Sie den Verzehr der Fliederfrüchte, Rinde und Zweige.
    Flammenblumekräftig aromatisch
  • als Salatbeilage
  • Zubereitung als Blütenbutter
  • als Gewürz auf dem Butterbrot
  • kandierte Blüten eignen sich auch hervorragend zur Dekoration von Süßspeisen und Eis
  • Fuchsiesäuerlich
  • kandiert sind ihre bunten, exotischen Blüten eine schöne Dekoration von Torten und Desserts
  • die Beeren der Fuchsie sind ebenfalls essbar und aus ihnen lassen sich Gelees und Marmeladen herstellen, aber auch leckere Kuchen backen
  • Funkie / Hostadie Funkiensprossen schmecken spargelgleich
  • in der japanischen Küche sind die Blütenknospen und die Blätter der Funkie unlängst kein Geheimtipp mehr: Sie werden kandiert, in Essig und Öl eingelegt, frittiert oder gedünstet
  • auch als Suppenzutat geeignet
  • junge Blätter können auch roh als Salat verspeist werden
  • Gänseblümchendezent nussig
  • als Salatzugabe
  • Zutat für Kräuterquark, Kräuterbutter, Kräuterfrischkäse
  • zur Herstellung von Pesto
  • als Zutat für die Nunkräutersuppe am Gründonnerstag
  • Geraniefruchtig
  • als Likör, Limonade oder Tee
  • als Salatzutat
  • Dekoration für Desserts und Kuchen
  • Hinweis: Zum Verzehr verwendet man eigentlich nur Duftgeranien. Andere Sorten sind zwar für den Menschen nicht gesundheitsschädigend oder giftig, aber ungenießbar.
    Gladiole
    salatähnlich, süßlich
  • eignet sich als Salatzutat
  • die großen Blüten sind schöne Dekoration auf Torten und Süßspeisen
  • die Knollen der Gladiole schmecken hingegen wie Maronen
  • Herbstasterje kräftiger die Blütenfarbe, desto aromatischer der Geschmack
  • in Salaten
  • Hibiskus
    säuerlich
  • als Kuchendekoration
  • zu Eiscreme
  • in Marmelade und Chutney
  • in Mali und Burma kocht man die Blüten zu Saucen auf und verarbeitet sie in Currygerichten
  • Holundersüßer, intensiver Geschmack
  • als Sirup
  • als Eiscreme
  • als Sekt
  • Verarbeitung zu Gelee und Vinaigrette
  • Vorsicht: Es besteht beim Holunder Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Attich, auch Zwerholunder genannt. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Verzehr, dass Ihre Holundersorte wirklich zu den essbaren und ungiftigen zählt.
    Kapuzinerkresseblütewürzig-scharf
  • für Salate
  • als Brotbelag

  • Kirschblüteleicht blumig, ein wenig nach Kirsche
  • in Japan isst man die Kirschblüte in Keksen, Reisbällchen, Mochi und Sandwiches
  • auch Eis mit Kirschblütengeschmack gibt es
  • Kornblume
    würzig, herb
  • als Eyecatcher auf Dips und auf Brotaufstrichen
  • passt gut zu Fisch
  • zusammen mit Rhabarber ergibt sich ein tolles Gelee
  • aromatisieren auch Zucker und Salz
  • selbstverständlich eignen sich die Blüten als Salatzugabe
  • Lavendel
    blumig, herb-bitter
  • als Gewürz, ist auch ein fester Bestandteil der Kräuter der Provence Mischungbesonders lecker in Schokokuchen
  • verleiht Obstsalaten das gewisse Etwas
  • schmeckt raffiniert in Gorgonzala, Weichkäse und Ziegenkäse
  • man kann auch Levendellimonade, Lavendelzucker und Lavendelmarmelade herstellen
  • Löwenmäulchensüßlich
  • als Salateinlage
  • als Dekoration zu Desserts
  • Löwenzahnsüßlich
  • Verabeitung zu Marmelade
  • am bekantesten ist wohl die Verwendung als Salat
  • kann auch als Spinat, Smoothies oder zu Pestos verarbeitet werden
  • Magnolie
    leicht bitterlich mit Rosenaroma
  • kandiert eignen sich die Blüten gut als Tortenschmuck
  • schmeckt auch im Salat oder zu Süßspeisen wie Milchreis
  • kann zu Gelee, Marmelade oder Sirup verarbeitet werden
  • in China würzte man früher Tee und Reis mit Magnolienknospen, der Kaiser aß sogar in Teig eingebackene Blüten
  • in Japan wickelt man Sushi und Miso in grüne Magnolienblätter
  • Malvezarter, milder Geschmack
  • als Salatzutat
  • kandiert schöne Dekoration für nachspeisen
  • Knosepnblüten sind gebraten ein leckeres Gemüse und können auch in Suppen verwendet werden
  • als Zutat für Smoothies
  • Mohn
    nussähnlich
  • als Salatzugabe
  • kandiert auch eine süße Dekoration für Nachspeisen
  • Vorsicht: alle Pflanzenteile sind giftig, insbesondere aber der Milchsaft. In kleinen Mengen und vor der Blüte kann der Verzehr sich unbedenklich auswirken, größere Mengen und vor allem in der Blüte verursachen aber Schmerzen und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.
    Nelke
    würzig, süß
  • man kann sie kandieren oder kunstvoll in Schokolade tauchen
  • Dekoration für Torten und diverse andere Süßspeisen
  • Beigabe für Salat und Reisgerichte
  • Orangentagetesherb, leichtes Orangenschalenaroma
  • als Salatzugabe
  • Dekoration für Eis
  • Orchideen
    blumiger Geschmack
  • als bunte Zutat für den Salat
  • in Eiswürfeln
  • als kandierte Dekoration
  • in Schokolade getaucht
  • Hinweis: Nicht alle Orchideen-Arten sind essbar. Am besten verwendet man nur Sorten, die auch zum Essen verkauft werden.
    Passionsblume
    unspektakulär, eher fad
  • da die Blüte der Passionsblume eher geschmackslos ist, liegt ihre Stärke in der Optik und eignet sich daher kandiert als Dekoration für Süßspeisen
  • Pfingstrose
    herb, süßlich
  • als Sirup
  • mit getrockneten Blüten kann man Salzmischungen herstellen
  • Vorsicht: in zu hohen Mengen wirkt sich der Verzehr von Pfingstrosenblüten giftig aus und kann zu Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen führen
    Primelsüßlich
  • im Salat
  • im Eintopf
  • kandiert oder pur als Tortendekoration und in Obstsalaten
  • Hinweis: Nicht alle Primelarten sind essbar. Die Becherprimel beispielsweise ist giftig und verursacht Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden.
    Rose
    rosig
  • in Salaten
  • als Dekoration für Kuchen, Dessertes und Torten
  • Verarbeitung in Butter
  • als Gelee, Mus und Marmelade
  • als Rosenwasser
  • als Limonade, Likör und Sirup
  • Ringelblumebitter, herb
  • als Suppenzutat und auch als Salatbeilage
  • zum Reisgericht, kocht man den Reis zusammen mit einer Ringelblume verfärbt er sich gelblich
  • aus der Ringelblume kann man sowohl Tee als auch Essig zubereiten
  • Schlüsselblumeleicht süßlich
  • roh im Salat
  • als Suppenzutat
  • aromatisieren Zucker und Honig
  • Hinweis: Die Schlüsselblume enthält Saponine, die den Magen reizen und Überlkeit und Erbrechen verursachen können. Menschen mit einem empfindlichen Magen und Schwangere sollten deshalb von einem Genuss absehen.
    Sonnenblume
    schmeckt wie Artischocke
  • die Böden der Sonnenblume lassen sich ähnlich wie Artischocken zubereiten und werden in der Pfanne zusammen mit Butter gebraten
  • die gelben Blütenblätter sidn eine leckere Salatbeigabe
  • Stiefmütterchenmild, aromatisch frisch, schmeckt wie Salat
  • eignet sich für die Einarbeitung im Teig für Gebäck
  • Verarbeitung zu Gelee
  • als Brptbelag
  • Tagliliesüßlich und dezent scharf
  • wird vor allem in Ostasien verwendet
  • eignet sich für Salat, Reisegrichte und Eis
  • Tulpen
    neutraler bis süßlicher Geschmack
  • Die Tulpenkelche lassen sich pikant oder süß mit verschiedenen Cremes füllen
  • Die Blütenblätter lassen sich auch perfekt kandieren oder in Schokolade tauchen
  • eignen sich auch als bunte Salatzugabe
  • Vorsicht: Die Tulpenzweiebel sind giftig und können bei übermäßigen Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen
    Veilchen
    süß, lieblich
  • aromatisiert Zucker und Honig
  • als Salatzugabe
  • als Dessert in Cremes verarbeitet
  • als Sirup
  • schmeckt auch als Brotbelag oder zu Reis
  • Vergissmeinnicht
    schwacher Eigengeschmack
  • weil ihr Geschmack nur sehr gering ist, eignet sich sehr gut als kandierte Dekoration für Speisen, aber auch als rohe deko auf Gemüseplatte, im Salat oder in der Suppe


  • Giftige Blumen

    Ein bitterer Geschmack bei Blumen ist ein erster Hinweis für ihre Giftigkeit. Blüten und Pflanzen aus den Familien der Nachtschattengewächse, Hahnenfußgewächse und der Wolfmilchgewächse sind meistens giftig und nicht essbar. Meistens kommt es zu Vergiftungssymptomen wie Übelkeit, Magen-Darm-Bescherden, Erbrechen und Durchfall. Bei besonders giftigen Pflanzen wie Oleander und Schierling kann es auch zum Tod kommen.

    Bei der folgenden Auswahl von Blumen sollte auf den Verzehr unbedingt verzichtet werden:

    Hinweis: Die hier aufgeführten Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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